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31. Dezember 2025

Was mich 2025 beschäftigt hat und ich nach wie vor nicht verstehen kann

2025 war ein Jahr, das viele Firmen und Organisationen gefordert hat. Krisen, Veränderungsprozesse und herausfordernde Mitarbeitendensituationen haben deutlich gemacht, wo Strukturen tragen, Prozesse greifen oder wo sie fehlen. 

Aus meinen Erfahrungen des vergangenen Jahres habe ich drei zentrale Herausforderungen identifiziert, die uns auch 2026 begleiten werden und die Unternehmen und Organisationen zwingend angehen müssen.

🟢Aktives Krisenmanagement, besonders in der Vorbereitung

Viele Firmen und Organisationen sind auf Krisen nach wie vor unzureichend vorbereitet. Krisen werden noch viel zu oft als Ausnahme betrachtet, dabei gehören sie längst zum Alltag. Es muss weder der grosse Cyberangriff noch das Zugsunglück sein. Es gibt viele kleine Krisen, die ein Unternehmen durchschütteln können, wenn es ungenügend vorbereitet ist. Häufig fehlt ein aktives, systematisch aufgebautes Krisenmanagement mit klaren Zuständigkeiten, Entscheidungswegen und Kommunikationsregeln. 

Dieses Jahr habe ich das u. a. im Bildungsbereich wiederum festgestellt. Ich habe Schulen begleitet, die mit Gewaltandrohungen oder sexuellen Übergriffen konfrontiert und völlig ungenügend darauf vorbereitet waren (wenn überhaupt). Prävention und Vorbereitung sind  keine Option, sondern Voraussetzung für Handlungsfähigkeit, gute Kommunikation und Erhalt der Reputation und des Vertrauens.

Geschäftsleitungen, Kommunikationsverantwortliche und Schulleitungen tun gut daran, Prozesse zu definieren und Szenarien durchzuspielen und zu trainieren. Auch wenn jede Situation anders ist, eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit und Vertrauen ins eigene Handeln. 

🟢Interne Kommunikation: viel gemacht, kein Erfolg

«Wir kommunizieren doch so viel, aber wir erreichen unsere Mitarbeitenden nicht.» Erfolgreiche interne Kommunikation hängt nicht von der Quantität ab, auch nicht von den neusten, fancy Tools. Entscheidend ist in erster Linie vor allem, ob zugehört wird und ob Kommunikation Orientierung gibt. Interne Kommunikation darf sich nicht auf Informationsverteilung beschränken, sondern muss von oben her Führung übernehmen. Das bedeutet, klare Entscheide treffen, diese verständlich erklären und konsequent umsetzen. 

Storylistening und Storytelling sind nicht nur in Changeprozessen der Schlüssel, sie helfen auch in der internen Kommunikation allgemein, um die Situationen, Fragen und Stimmungen der Mitarbeitenden zu verstehen und darauf aufbauend Sinn zu schaffen, indem Entscheidungen in einen nachvollziehbaren Kontext eingebettet werden. So entsteht Dialog statt Einbahnstrasse.

🟢Herausfordernde Kommunikation im Change

Im Change wird häufig zu spät kommuniziert. Oft beginnt die intensive Kommunikation erst dann, wenn der Veränderungsprozess bereits läuft (wenn auch «im Hintergrund»). Dabei brauchen Mitarbeitende frühzeitig Einordnung und Begleitung. Veränderung ist nicht nur ein struktureller, sondern immer auch ein emotionaler Prozess – wie die Kübler-Ross-Kurve eindrücklich aufzeigt. Die Mitarbeitenden brauchen in den unterschiedlichen Phasen die passenden kommunikativen Formate: persönliche Gespräche, digitale Kanäle, regelmässige Updates und strukturierte Dialogformate. Erfolgsentscheidend ist der bewusste Einsatz verschiedener Kommunikationsmittel.

Wichtig ist, dass im Change Kommunikation von Anfang an mitgedacht wird und sich die Verantwortlichen vor jeder Kommunikation in die Situation und den Wissensstand der Mitarbeitenden hineinversetzen: «Wie ist es mir zu diesem Zeitpunkt ergangen?», «Was habe ich damals schon gewusst und verstanden?», «Was hat mir geholfen zu verstehen und positiv zu denken?».

Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, bin ich dankbar für die vielen spannenden Projekte, die ich begleiten durfte, und für den prall gefüllten Rucksack an Erfahrungen, aus dem ich je nach Situation die passende Lösung ziehen konnte.
 

Der Rucksack ist gepackt – 2026 kann kommen.

PS: Meine Wander-Selfies 2025 waren nicht so wirklich prickelnd, darum habe ich ein bisschen «nachgeholfen»🙈😂.

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